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Riki – Alpenüberquerung

7 Tage. 125km. 192.622 Schritte. 8096 Höhenmeter. Wenn jemand von grenzenloser Leidenschaft zum Bergsteigen sprechen kann, dann ist es Birdie Riki. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten hat sie vom Königsee ausgehend die Alpen bis zu den Drei Zinnen überquert – ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen wird.

Die Reise startet mit einer Bootstour über die fjordartigen Königssee nach St. Bartholomä. Entlang des Seeufers in den Nationalpark Berchtesgaden, stets begleitet vom Rauschen der wilden Bergbäche und Wasserfälle, lassen sie den Königssee hinter sich und steigen vom Fuß der mächtigen Watzmann Ostwand durch die „Saugasse“ in vielen Kehren hinauf zum Kärlinger Haus (1638 m) am Funtensee. Bei Wind, Nebel und Schneefall verbringen sie die erste Nacht am Ingolstädter Haus, bevor es frühmorgens durch das Steinerne Meer zum Riemannhaus (2177 m) weitergeht. Besonders der Abstieg nach Maria Alm kostet Riki höchste Konzentration, da vereinzelt steilere und felsige Stellen, teilweise mit Drahtseilen versichert, bezwungen werden müssen. Der Hochkönig (2941 m) und die Hohen Tauern mit Österreichs höchsten Gipfel, dem Großglockner (3798m) rücken immer näher ins Blickfeld. Mit dem Bus geht es nach Ferleiten an der Glocknerstraße, wo sie durch das herrliche Käfertal bis zur idyllischen und urigen Trauneralm (1530 m) wandern und dort todmüde ins Bett fallen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück gelangen die Zwei in den Nationalpark Hohe Tauern, das größte Schutzgebiet der Alpen, in dessen Kernzone auch der höchste Gipfel Österreichs, der 3798 m hohe Großglockner liegt. Im Aufstieg zur Pfandlscharte (2663 m) wird ihnen der grandiose Ausblick von dichtem Nebel verwehrt. Nichtsdestotrotz ist Riki begeistert von der großartig alpinen Landschaft zum Glockner Haus (2132 m). Vorbei am Margaritzen Stausee gehen sie über die Stockerscharte ins obere Leitertal – der Aufstieg zur oberen Stockerscharte ist selbst für Bergprofi Riki recht „knackig“ ;). An Blumen und Edelweiß vorbei gelangen sie auf die Salmhütte (2644 m). Gestärkt wandern sie weiter bis auf die Glorerhütte am Berger Törl (2642 m) und queren in Richtung Stüdlhütte, bevor sie den Weg zum Luckner Haus (1920 m) absteigen. Mit dem Bus geht es weiter nach St. Jakob im Defereggental, von wo sie zum Mooserberg (2360 m) hinauffahren. Zunächst noch entlang einsamer Pfade zum Degenhornsee (2711 m), steigen sie anschließend aufs Große Degenhorn (2946 m) auf. Dort oben werden sie mit einer grandiosen Aussicht auf die Hohen Tauern, den Langkofel, die Marmolada und den Triglav belohnt. 

Die Grenze zu Italien wird überquert. Über das Toblacher Pfanntörl (2508m) genießen Riki und ihr Freund einen herrlichen Einblick in die Felsenwelt der Sextener Dolomiten – Rast machen sie auf der Bonner Hütte. Das Ziel der Alpenüberquerung ist schon fast greifbar. Nach einer Stärkung wandern sie nach Toblach hinunter, wo sie einen Bus ins Innerfeldtal nehmen. Von hier aus starten sie den Aufstieg zur Drei Schuster Hütte (1626 m) bis die Schlussetappe endlich vor ihnen liegt. Sie verlassen die Dreischusterhütte und wandern weiter ins Innerfeldtal hinein über einen Steilhang hinauf. Umgeben von hohen Felswänden wird die Vegetation zunehmend karger und plötzlich vor ihnen: die Nordwände der weltberühmten Drei Zinnen! Der Anblick ist einfach atemberaubend. Die ein oder andere Freudenträne kullert Riki über die Wange, als ihr klar wird, dass sie das lang ersehnte Ziel erreicht haben. Am Sextner Stein (2539m) machen sie eine ausgiebige Fotopause, stärken sich noch einmal und machen sich schlußendlich auf den Heimweg.